27. Februar 2025

Epilepsie verstehen: Hamburg startet innovative Patientenfortbildung

5. April 2025, 10:00–17:00 Uhr | Alsterdorfer Kulturküche
Für Patient:innen und Familien mit Epilepsie

• Oskar Killinger Stiftung veranstaltet ersten Hamburger Epilepsietag unter
Mitwirkung des Evangelischen Krankenhauses Alsterdorf
• Im Fokus stehen Aufklärung zum Plötzlichen Epilepsietod sowie
Risikomanagement
• Teilnehmende können vor Ort ein Reanimationstraining absolvieren

Hamburg, den 27. März 2025

Die Oskar Killinger Stiftung organisiert unter Mitwirkung des Epilepsiezentrums am
Evangelischen Krankenhaus Alsterdorf (EKA) am 5. April 2025 zwischen 10 und
17 Uhr eine praxisnahe Fortbildung für Patient:innen mit Epilepsie und ihre
Angehörigen. Die Mischung aus medizinischem Fachwissen und praktischem
Reanimationstraining der Hamburger Herzretter-Initiative vermittelt lebensrettende
Kompetenzen – verständlich, einprägsam und direkt anwendbar.

Was Sie über Diagnostik, Therapie, Risikomanagement wissen sollten

Moderne Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten – sowohl medikamentöse als auch
nicht-medikamentöse Ansätze – stehen im Fokus der Veranstaltung. Besonders
wichtig: das Risikomanagement im Alltag. Ein zentraler Bestandteil ist außerdem die
Aufklärung über den Plötzlichen Epilepsietod (SUDEP) und konkrete Maßnahmen,
um das Risiko gezielt zu minimieren. In einer Austauschrunde haben Teilnehmende
zudem die Möglichkeit, Antworten auf ihre Fragen zu erhalten und sich mit
Mediziner:innen und anderen Betroffenen auszutauschen.

Dr. med. Olga Simova, Oberärztin am Epilepsiezentrum, erläutert die Relevanz
solcher Fortbildungsveranstaltungen für Patient:innen: „Jeder Mensch ist der Experte
für sich selbst – für seine Bedürfnisse, Lebenseinstellung, Pläne und Interessen.
Wenn wir die Diagnose Epilepsie stellen, informieren und beraten wir unsere
Patienten und deren Angehörige. Ein gemeinsames Verständnis für die Erkrankung,
die notwendigen Untersuchungen, Behandlungsmöglichkeiten und
Heilungsaussichten ist sehr wichtig für den Therapieerfolg.“

„Wer Risiken kennt, kann besser vorbeugen – und wer im Ernstfall
weiß, was zu tun ist, kann Leben retten“

Die Oskar Killinger Stiftung setzt sich für eine umfassende Aufklärung über Epilepsie
und SUDEP ein – denn die Erkrankung ist komplex, und ein informierter Umgang
spielt eine zentrale Rolle für das tägliche Selbstmanagement und die Sicherheit im
Alltag. Menschen mit aktiver Epilepsie – unabhängig vom Alter, also auch Kinder und
Jugendliche – haben im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung ein deutlich erhöhtes
Risiko, plötzlich zu versterben. Ursache kann ein Atem- oder Kreislaufstillstand nach
einem Anfall sein. Umso wichtiger ist es, dass sie sowie insbesondere Angehörige
und enge Bezugspersonen wissen, wie sie im Notfall richtig reagieren – und die
entsprechenden Handgriffe auch sicher beherrschen. Genau hier setzt das
Kompakttraining der Herzretter e.V. an: Es vermittelt lebensrettende
Reanimationsmaßnahmen, die Hemmschwellen abbauen und Angehörige
handlungsfähig machen.

Dr. Iris-Maria Killinger, Gründerin der Stiftung, betont: „Epilepsie ist eine komplexe
neurologische Erkrankung, die fundiertes Wissen und eigenverantwortliches Handeln
erfordert. Wer Risiken kennt, kann besser vorbeugen – und wer im Ernstfall weiß,
was zu tun ist, kann Leben retten. Unser Ziel ist es, dieses Wissen zugänglich zu
machen und Betroffene sowie ihr Umfeld konkret zu stärken. Der Epilepsietag ist ein
erster, wichtiger Schritt.“

Die Teilnahme am Epilepsietag ist kostenfrei; eine Voranmeldung für die Vorträge
und Reanimationskurse wird empfohlen.

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
• Oskar Killinger Stiftung: Sofie Smailes, Referentin Presse & Kommunikation,
sofie@oskarkillinger.org, Tel.: 040 3198 1220