07. Januar 2026

Oskar Killinger Stiftung und Wall starten bundesweite DOOH-Kampagne zur SUDEP-Aufklärung

„stopSUDEP – explainEpilepsy“ stärkt öffentliche Gesundheitskompetenz zu Epilepsie und Prävention des Plötzlichen Epilepsietods (SUDEP). Im Mittelpunkt der Kampagne stehen Empowerment und authentische Perspektiven von Menschen, die selbst mit Epilepsie leben oder beruflich damit befasst sind.

Hamburg, 7. Januar 2026 – In Deutschland leben rund 800.000 Menschen mit Epilepsie. Die Erkrankung ist eine der häufigsten neurologischen Diagnosen. Was vielen Betroffenen und Familien jedoch nicht bekannt ist: Epilepsie ist mit spezifischen, teils lebensbedrohlichen Risiken verbunden; Dazu zählt insbesondere der Plötzliche Epilepsietod (SUDEP, Sudden Death in Epilepsy). Menschen mit Epilepsie haben im Vergleich zur Gesamtbevölkerung ein 3-4-fach erhöhtes Risiko, plötzlich vorzeitig zu versterben.

Die Oskar Killinger Stiftung und der Außenwerber Wall zeigen ab dem 12. Januar 2026 eine bundesweite Aufklärungskampagne im öffentlichen Raum, die gezielt über SUDEP-Risiken und Möglichkeiten der Prävention informiert. Die Kampagne wird auf digitalen Werbeflächen in zahlreichen deutschen Städten ausgespielt. Sämtliche an der Kampagne als Models beteiligte Personen haben einen persönlichen oder beruflichen Bezug zu Epilepsie.

Ziel der Kampagne ist es, ein bislang wenig bekanntes, aber relevantes Gesundheitsrisiko sichtbar zu machen, Wissen zu vermitteln und die Gesundheitskompetenz von Patient:innen, Angehörigen und der Öffentlichkeit zu stärken. Der Fokus liegt bewusst auf der frühen, verständlichen und risikoorientierten Aufklärung über SUDEP, da Prävention nur auf Basis informierter Entscheidungen möglich ist.

Flankiert wird die DOOH-Kampagne durch den Webcast „Explain Epilepsy“, mit dem vertiefende Inhalte zu Epilepsie, Diagnostik, Therapieoptionen und Prävention vermittelt werden. Die Sendungen richten sich sowohl an Patient:innen als auch an Ärztinnen und Ärzte und werden von der Autorin und Moderatorin Milka Loff Fernandes moderiert. Die erste Ausgabe startet am 24. Januar 2026.

„Nur wenn über SUDEP aufgeklärt wird, kann man Todesfälle überhaupt verhindern“, sagt Prof. Dr. Angela Kaindl, Direktorin der Klinik für Neuropädiatrie an der Charité – Universitätsmedizin Berlin, die auf dem Arztmotiv der Kampagne abgebildet ist. Dr. Iris-Maria Killinger, Gründerin der Oskar Killinger Stiftung, ergänzt: „Aus zahlreichen Berichten von Familien wissen wir, dass insbesondere die Aufklärung über SUDEP in der Versorgungspraxis immer noch nicht konsequent erfolgt. Ohne frühzeitige und vollständige Information fehlt Betroffenen die Möglichkeit, Risiken zu erkennen und präventiv zu handeln.“

Wall unterstützt als Partner die Kampagne mit ihren digitalen Werbeflächen im öffentlichen Raum. „Epilepsie ist ein schwerwiegendes und komplexes Erkrankungsbild, das mehr Aufmerksamkeit benötigt. Ebenso werden Patient:innen und ihr familiäres Umfeld sensibilisiert, dass sie bei der Stiftung zusätzliche Informationen erhalten können“, sagt Christian Knappe, Pressesprecher und Verantwortlicher für CSR bei Wall. „Wir freuen uns, die Oskar Killinger Stiftung erneut bei einer Kampagne mit hoher gesellschaftlicher Relevanz zu unterstützen.“

Die Verharmlosung von Epilepsierisiken ist ein globales Problem. Die Kampagne macht deshalb auf allen Motiven die Arbeit des internationalen Netzwerks Partners Against Mortality in Epilepsy (PAME) sichtbar und setzt damit ein Zeichen für internationale Zusammenarbeit in der Prävention von SUDEP und anderen vermeidbaren Mortalitätsrisiken bei Epilepsie. Gardiner Lapham von PAME erklärt: „PAME ist stolz darauf, bei dieser wichtigen Kampagne gemeinsam mit unseren Kolleginnen und Kollegen in Deutschland zu kooperieren. Weltweit sterben Menschen mit Epilepsie weiterhin vorzeitig an Ursachen, die oft vermeidbar wären. Kampagnen wie diese sind entscheidend, um vermeidbare Todesfälle zu verhindern. Deutschlands Führungsrolle beim Aufbau von Awareness trägt dazu bei, dass Epilepsie mit der Dringlichkeit behandelt wird, die diese Erkrankung verdient.“

Weitere Informationen: www.sudep.de

Foto: (von links) Kay Niemann (Regionalleiter Nord, Wall GmbH), Esther Haase (Fotografin der Kampagne), Christian Knappe (Leiter Corporate Communications & Affairs, Wall GmbH), Dr. Iris-Maria Killinger und Dr. Johann Killinger (Eltern von Oskar †2019, Initiatoren der Oskar Killinger Stiftung).

Pressekontakte:

Oskar Killinger Stiftung
Sofie Smailes
Am Sandtorkai 48
20457 Hamburg
Telefon: +49 1778748929
E-Mail: sofie@oskarkillinger.org

LinkedIn Facebook und Instagram

Wall GmbH
Christian Knappe, Leiter Corporate Communications & Affairs/ Pressesprecher
Tel.: +49 (0)30 / 33 8 99-325
E-Mail: presse@wall.de
www.wall.de
Twitter: @wallgmbh; Instagram: @wallgmbh; LinkedIn: Wall GmbH

 

Über die Oskar Killinger Stiftung

Die Oskar Killinger Stiftung engagiert sich für Aufklärung, Forschung und eine verbesserte Versorgung von Menschen mit Epilepsie. Ein Schwerpunkt liegt auf der Prävention anfallsbedingter Risiken und des Plötzlichen Epilepsietods (SUDEP). Der 14-jährige Oskar starb 2019 an einem SUDEP. Die Familie kannte dieses Risiko vor seinem Tod nicht.

Über Esther Haase

Die Hamburger Fotografin Esther Haase ist seit vielen Jahren weltweit erfolgreich tätig (Esther Haase | photography)

Über PAME (Partners Against Mortality in Epilepsy)

PAME ist ein internationales Netzwerk aus Ärztinnen und Ärzten, medizinischen Fachorganisationen, Forschenden, Patientenorganisationen, Menschen mit Epilepsie sowie Angehörigen von Menschen, die infolge von Epilepsie verstorben sind. Ziel von PAME ist es, alle Beteiligten zusammenzubringen, zu informieren und zu inspirieren, um das Gesundheitswissen zu fördern und die Prävention epilepsiebedingter Sterblichkeit voranzutreiben.

Über die Wall GmbH

Die Wall GmbH ist ein deutschlandweit tätiger Spezialist für Stadtmöblierung und Außenwerbung und Teil von JCDecaux SE, der Nummer 1 der Außenwerbung weltweit.

Das Unternehmen mit Hauptsitz in Berlin ist Vermarkter von Premium-Außenwerbung mit analogen und digitalen Werbeflächen sowie Transportmedien in rund 20 deutschen Großstädten, darunter in allen Millionenstädten Berlin, Hamburg, München und Köln. Die Vermarktungskompetenz wird durch die Vertriebsmarke WallDecaux Premium Out of Home mit fünf regionalen Verkaufsbüros in Deutschland repräsentiert. Alle vermarkteten Kampagnen sind klimaneutral.

Die Premium-Außenwerbeflächen von Wall refinanzieren die den Partnerstädten kostenfrei zur Verfügung gestellten Stadtmöblierungsprodukte. Dabei übernimmt Wall ebenso die Reinigung und Wartung der Stadtmöbelprodukte und Werbeflächen nach höchsten Qualitätsstandards und international führender Nachhaltigkeitsstrategie.

Die Wall GmbH beschäftigt bundesweit rund 680 Mitarbeiter.

Über die Kampagnenmotive

Motiv 1: Prof. Dr. Angela M. Kaindl: Der beste Schutz gegen SUDEP: Ärzte, die darüber sprechen

Unser Model Prof. Dr. Angela M. Kaindl (Charité – Universitätsmedizin Berlin) steht im stilisierten Ärztekittel und einem Megaphon für die klare und konsequente ärztliche Kommunikation des SUDEP-Risikos. Das Motiv unterstreicht, dass offene Risikoaufklärung eine Voraussetzung wirksamer Prävention ist.

Motiv 2: Der beste Schutz gegen SUDEP: Zeitgemäße Diagnostik und Therapie

Unser Model Peggy lebt selbst mit Epilepsie. Das Motiv thematisiert die ständige Balance zwischen würdevollem Leben und der Angst vor Kontrollverlust und den epilepsiebedingten Risiken; der wirbelnde Tanz könnte auch ein Anfall sein oder in einen solchen übergehen.

Motiv 3: Der beste Schutz gegen SUDEP: Den Risiken ins Auge sehen

Unser Model Milka Loff Fernandes hatte früher selbst Epilepsie. Als unser Kampagnenmodel blickt sie einem Raubtier direkt in die Augen – ein Bild für die bewusste Auseinandersetzung mit dem Mortalitätsrisiko SUDEP. Das Motiv fordert Offenheit und Transparenz in der Arzt-Patienten-Kommunikation und unterstreicht das Recht auf vollständige Information als Schlüssel zur Prävention.